Montag, 21. November 2016

Der erste Spatenstich

Ich hatte es ja fast nicht mehr geglaubt, aber es scheint tatsächlich los zu gehen... Der Tiefbauer teilte mir mit, dass er am Montag anfängt die Baugrube auszuheben.

Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen den ersten Spatenstich selbst durchzuführen und da wir auf keinen Fall im Weg stehen wollten haben wir dies bereits am Sonntag Nachmittag gemacht. Wir sind also mit einem Spaten und einer Flasche Sekt zu unserem Grundstück aufgebrochen und haben diesen Moment zelebriert. Irgendwie unbegreiflich, dass es nun tatsächlich los geht.

Der Plan sagt nun folgendes:
Diese Woche Aushub, Ende der Woche die Bodenplatte und dann Anfang nächster Woche der restliche Keller.
Ich freue mich schon darauf endlich in meinen eigenen vier Wänden zu stehen.

Wie immer bei uns läuft es natürlich nicht überall glatt.

Danwood hat es geschafft nach knapp fünf Wochen uns die Hausspezifikation zukommen zu lassen. Die Hausspezifikation wird nach der Bemusterung angefertigt und enthält letztlich alle Posten, die das Haus zu dem machen was es ist und die Kosten dafür. Es sind also alle Bemusterungs- und Ausstattungsmerkmale aufglistet.
Soweit so gut, nur habe ich innerhalb dieser Spezifikation gravierende Fehler gefunden, weswegen ich mich schon einmal auf einen harten Kampf vorbereite. So hatten wir im ursprünglichen Angebot eine Kniestockerhöhung von 75cm auf 150cm berücksichtigt. Bekommen werden wir aber, da wir uns ja ein wenig an die Nachbarn anpassen mussten, nur 136cm. Das wären teure 14cm weniger, die in der Spezifikation nicht berücksichtigt wurden. Natürlich zu unseren Ungunsten. Ein weiteres Beispiel sind zwei entfallende Fallrohre für Regenwasser, die nicht gut geschrieben worden sind. Wobei im Gegenzug die Verlängerung des Regenfallrohres an der Kellerwand, weil der ja aus der Erde raus schaut, mit teuren 37 Euro pro Meter berechnet wurden. Klar zu unseren Ungunsten...

Die Liste ließe sich noch weiter fortführen, insgesamt habe ich 18 Punkte identifiziert, die nicht passen (so viel zu: "An ihrem Haus wird genauso gewissenhaft gearbeitet wie an allen anderen, deswegen braucht das halt seine Zeit"). Da bin ich jetzt mal gespannt wie das weiter geht, vor allem weil der Keller Ende nächster Woche abnahmebreit sein könnte und Danwood doch ziemlich hinter her hinkt...

Ich fürchte das riecht nach Verzögerung...

Montag, 14. November 2016

Wechselbad der Gefühle...

Nachdem ich bei der Heizung ja Licht am Horizont gesehen habe und frohen Mutes auf meine Erdwärme gehofft hatte wurde meine Hochstimmung innerhalb kürzester Zeit wieder zunicht gemacht...

Das erste Angebot belief sich auf etwas mehr als 12.000 Euro, was innerhalb des Budgets lag und durch BAFA Förderung noch attraktiver wurde. Mir war klar, dass da noch ein paar "Kleinigkeiten" oben drauf kommen, einen Pufferspeicher zum Beispiel oder die Verbindung Fussbodenheizung zur Wärmepumpe. Was mir dann aber ins Haus flatterte ließ mich tatsächlich fast vom Stuhl fallen... 14.000 Euro zusätzlich sollten da fällig werden... Insgesamt also 26.000 Euro !!! für die Heizungsanlage.

So schnell wie ich den guten Mann zurück gepfiffen habe konnte der gar nicht gucken. Ich glaub es hackt, ich mein ein wenig teurer kann man sich ja immernoch schön reden, aber einen derartigen Aufschlag... Was hat er gedacht? "Naaa, der ist mir als Kunde irgendwie nicht so richtig recht, den vergraule ich jetzt mal schnell..." Viele scheinen es im Moment echt nicht nötig zu haben.

Übrigens verfasste ich eine Mail, in der ich einige Posten hinterfragte, zum Beispiel 550 Euro für irgendwelche Rohre... Aus was sind die aus Gold??? Oder warum ich neben dem Brauchwasserspeicher noch eine Trinkwasseraufbereitungsanlage brauche... (ich habe also eine hocheffiziente Wärmepumpe und heize dann mein Brauchwasser mit einem Durchlauferhitzer?) Unter anderem fragte ich auch was denn eine Pumpengruppe sei und warum selbige unbedingt 900 Euro kosten muss.
Als Antwort erhielt ich eine sehr umfassende Erklärung was denn die Pumpengruppe nun ist (was mich tatsächlich weiter gebracht hat), und weitere mehr oder weniger nützliche Details wie eine "gute" Heizung auszusehen hat... Warum das jetzt alles derart teuer ist wurde natürlich ausgespart.

A propos aussparen, in dem Angebot waren über 3000 Euro an Stundenlohn dabei, was letztlich auf 60 Arbeitsstunden hinauslief... Das wären 1 1/2 Wochen Arbeit a 8 Stunden am Tag in meinem Haus... Ich glaube wenn ich mich so umhöre, dann sind die Heizungsbauer üblicherweise insgesamt vielleicht zwei Tage da... Ich frage mich echt was die die ganze Zeit gemacht hätten, so schön ist mein Technikraum jetzt auch nicht, dass man da mehrere Stunden unnütz absitzen möchte.

Wie auch immer, ich habe einen zweiten Versuch gestartet meine zweite Wahl, eine innen liegende Luftwärmepumpe, aufzutreiben. Mit etwas Glück habe ich sogar schon einen Heizungsbauer aus der Gegend gefunden. Um den zu finden musste ich allerdings über den Kundendienst von Dimplex und anschließend über den hiesigen Zentralvertrieb gehen.
Zum Glück habe ich in weiser Voraussicht die Aussparungen in unserer Kellerwand noch nicht wegrationalisiert...

Ich werde weiter berichten.

Update 16.11.2016:
Nach nur zwei Tagen hat die untere Wasserbehörde meinen vorsorglich gestellten Antrag für den Bau des Erdwärmekollektors abgelehnt. Es wurde (wie von mir bereits befürchtet) das Kältemittel abgelehnt, welches bei uns zum Einsatz kommen sollte. Das Kältemittel nennt sich R410A und ist nicht 100% Wasserungefährlich. Dabei interessiert es auch nicht, dass es sich dabei um ein Gas handelt, welches gar nicht mit dem Wasser in Berührung kommt.
Die Erdwärme könnte daher tatsächlich komplett gestorben sein, wenn dem Vertriebler, mit dem ich Kontakt hatte, nicht noch eine zündende Idee kommt. Schade, ich hätte wirklich gern gewollt, aber zu viel Umweltverträglichkeit scheint nicht gewünscht.

So bleibt es wohl tatsächlich bei meiner Luftwärmepumpe, wenn ich nur den Heizungsbauer erreichen könnte...

Donnerstag, 10. November 2016

Jetzt wird es ernst

Heute war ein guter Tag, zumindest soweit, als dass es nun tatsächlich los zu gehen scheint.

Gestern erhielt ich den Anruf, dass der Kellerbauer nun soweit wäre und er den Tiefbauer auch schon informiert hat, dass er bis zum 18. dieses Monats (also nächste Woche) fertig werden muss. Das klappt nun zwar so nicht, sondern erst Mitte übernächster Woche, das ist aber kein Problem.

Nur für mich wird's jetzt stressig...

- Unterschriebenen Hausanschlussvertrag (völlig überteuert) abgeben
- Unterschriebenen Bauwasservertrag abgeben
- Um den Baustrom kümmern, das erledigt hoffentlich der Elektriker
- Die Pläne durchforsten und die letzten Korrekturen abstimmen
- Sich kümmern ob die Ausführung (Stichwort Gründung wegen nicht tragfähigem Boden) so OK ist
- Baubeginanzeige abgeben
- Heizungsbauer kontaktieren damit die Erdkollektoren mit den Erdarbeiten erledigt werden können
- BAFA beantragen (ja, bevor überhaupt ein Handschlag getan ist), damit wir den Vertrag mit dem Heizungsbauer machen können
- Untere Wasserwerke kontaktieren, um den Erdkollektor zu beantragen
- Mit Danwood letzte Details zur Ausführung klären (hier kommt allerdings erschreckend wenig, das gibt bestimmt noch Trouble)
- Danwood darauf vorbereiten, dass der Keller bald fertig ist (scheint Danwood aber wenig zu interessieren)
- Die Hardware der Mehrsparte bei den Stadtwerken abholen
- Abstimmung mit dem Erdbauer bezüglich aller anfallenden Arbeiten (Bauwasser/-strom, Erdkollektoren, Wiederanfüllen, usw.)
- Roten Punkt aufstellen

Eine riesen lange Liste, von der ich schon einige Punkte abgearbeitet habe. Vieles ist aber noch offen, vor allem die Ausführung der Gründung macht mir Sorgen. Ich habe an allen Ecken und allen Stellen immer wieder auf diese Problematik hingewiesen und trotzdem habe ich das Gefühl, dass dies unberücksichtigt bleibt.

Ich glaube aber es könnte sich alles ganz gut ausgehen, nur die Heizung macht mir noch Sorgen. Nicht dass ich glaube nicht das richtige zu bekommen, aber ich hatte ja gehofft, dass die Kollektoren beim Wiederverfüllen des Kellers gleich mitgemacht werden könnten, das hätte Kosten gespart. So wirds wohl wieder etwas teurer...

A propos teurer... Jetzt wo fest steht wie der Keller tatsächlich aussehen soll ist auch die Endabrechung klar. Mit irgendwas zwischen 500 und 1000 Euro Mehrpreis (Elektrik, Durchbrüche, bessere Dämmung, usw.) sind wir eigentlich ganz gut davongekommen. Nur der Erdbauer wird mit ca. 4600 Euro mehr ganz schön heftig. Aber das hatte ich bereits vermutet und deswegen schockt mich das eher weniger...

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Das Grünewiesengespräch

Letzte Woche hatten wir ein so genanntes Grünewiesengespräch, welches von unserem Kellerbauer initiiert worden ist und an dem neben dem Kellerbauer selbst auch der Tiefbauer und der Bauleiter der anderen Doppelhaushälfte teilnahm.

Sehr früh am morgen (aus unserer Sicht zu früh... *gäääähn*) trafen wir uns also, der Kellerbauer hatte fast eine Stunde Verspätung, weil der Stau ihn fest im Griff hatte. Als er dann endlich ankam starteten wir direkt mit der Begehung, wo was hinkommen sollte. Den Vermesser hatte ich die Woche vorher beauftragt die Grobabsteckung durchzuführen, was wieder erwarten auch geklappt hat. Leider hat er nicht die Auskofferung für den Stellplatz/Carport mit berücksichtigt, wobei der Tiefbauer meinte das dies kein Problem wäre, das ergibt sich ja. Sehr gut.

Fixierte Referenz für die Höhe

Dieser Pfeil zeigt die Höhe unseres Fertigfussbodens, schon irgendwie krass


Ein wenig kniffelig wird die ganze Angelegenheit aber schon, zum einen schauen die Dachziegel des Nachbarhauses bedrohlich weit über, es könnte also passieren, dass der Kran beim Einheben der Kellerwand an dieser Stelle die Ziegel berührt und selbige herunter fallen. Da muss ich mich nicht kümmern, der Bauleiter des Nachbarhauses meinte diese letzte Lage könne man temporär entfernen. Mal sehen, seine bisherigen Aussagen mir gegenüber waren nicht viel wert (siehe Angebot Keller/Erdarbeiten, das zugesagte Angebot von Ihm fehlt bis heute).
Da Danwood es nicht für nötig erachtete an diesem Gespräch teil zu nehmen, (was für mich völlig unverständlich ist*) hatte ich einige Fragen an Danwood gerichtet, deren Antworten für den Kellerbauer wichtig sein könnten. Zum Beispiel ist seitens Danwood gefordert, dass die Dämmung des Kellers oben ca. 20cm ausgespart bleiben muss bis das Haus gestellt wird. Die fehlenden cm müssen dann anschließend angebracht werden. Jo, prima, wenn das Haus steht komme ich nicht mehr an die Zwischenwand... Was also tun? Dämmung doch bis oben lassen? Irgendwas anderes spezielles? Keine Ahnung bis heute keine Info...

* Unverständlich deshalb, weil Danwood einen riesen Aufstand macht, damit der Keller auch jaaaa deren Vorgaben entspricht und wenn man dann vor Ort einfach einmal mit einander reden könnte machen die sich dünne...

Da kommt unser Haus hin...

Ein weiteres Problem wird der Aushub, üblicher Weise wird zumindest der Teil des Aushubes auf dem Grundstück gelagert, der benötigt wird, um den Keller nach dessen Bau wieder anzufüllen. Leider haben wir ein sehr kleines Grundstück und rings rum stehen noch Häuser... Der Tiefbauer klang etwas verzweifelt, ich hatte aber nicht das Gefühl, dass er das nicht hinbekommen würde. Da bin ich ja mal gespannt, für mich klang da schon wieder der leise Ton "Zusatzkosten" mit...

Als wir dann geklärt hatten wo und wie der Keller gesetzt wird verabschiedete sich der Tiefbauer und wir starteten mit der "Bemusterung" des Kellers. Alle Durchbrüche wurden festgelegt, die Höhe der Türen, Elektroplanung, Bodenabflüsse, Bodeneinführungen (Wasser, Strom, usw.), Fenster der ganze Kladeradatsch. Am Ende hatten wir alles festgezurrt und wurden mit einigen Hausaufgaben aus dem Gespräch entlassen.

Prinzipiell hatte ich ein sehr gutes Gefühl bei allen Beteiligten, jeder wusste wovon der andere sprach und größere Probleme sollte es auch nicht geben. Nur ich persönlich bin gerade ein wenig "Lost", wie man so schön sagt, mal abgesehen von den zwei Sachen, die wir erledigen sollen (Mehrspartenanschluss besorgen und einen Elektriker für den Baustromkasten auftreiben) weiß ich grad nicht was ich momentan zu tun habe und doch habe ich das Gefühl, dass wenn ich nichts mache, dann passiert auch erst einmal wieder nichts... Ein sehr merkwürdiges Gefühl...

Auf jeden Fall geht es mal Voran, der Kellerbauer sprach von etwa vier Wochen, dann könnte der Keller kommen... Zwar deutlich später als ursprünglich gedacht, aber zumindest mal eine große Richtung...

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Termin für ein Grünewiesengespräch und auf ein Neues bei der Heizung

Heute erreichte mich wieder eine gute Nachricht (so langsam wirds mir unheimlich)...

Der Kellerbauer hat sich für nächste Woche Donnerstag zu einem Grünewiesengespräch an unserem Grundstück angekündigt. Dabei kommen alle möglichen Beteiligten zusammen, unter anderem der Bauleiter des Nachbargebäudes, der Tiefbauer usw., um die genauen Details zu besprechen.
Ich freue mich total darauf, ist es doch das erste Zeichen, dass überhaupt mal etwas los geht.

Wie zum Hohn dafür, dass es endlich mal läuft macht mir der Heizungsbauer Sorgen. Als ich damals Kontakt zu selbigen aufnahm klang das alles sehr gut. Ich bekam recht zügig ein Angebot für eine Anlage, welche genau meinen Wünschen entsprach.
Ursprünglich wollte ich ja eine Erdwärme Anlage mit Grabenkollektor, leider machte mir da die Lage unseres Grundstücks einen Strich durch die Rechnung, denn selbiges liegt in einem Grundwasserschutzgebiet und damit sind keine normalen Kollektoren erlaubt... Prima.
Es gäbe eine Speziallösung, die erlaubt wäre, eine so genannte Direkt-Verdampfer-Anlage. Das ist letztlich auch eine Anlage mit einem Erdkollektor, nur dass in dem Erdkollektor keine normale Sole (Wasser-Salzlauge-Gemisch) fließt, sondern das Kühlgas selbst. Letztlich genau wie bei einem überdimensionalen Kühlschrank. Diese Variante ist allerdings deutlich teurer und bedingt durch die hohe Menge an enthaltenem Gas eine Jährliche Prüfung, die ebenfalls Geld kostet.

Ich überlegt mir also eine Alternative, eine komplett innen liegende Luft-Wasser-Wärmepumpe, die durch große Öffnungen in der Kellerwand Luft einsaugt und daraus Wärme produziert. Eigentlich wollte ich keine Luftwärmepumpe, weil deren Wirkungsgrad gerade dann wenn die Heizung gebraucht wird sehr gering ist. Aber was solls, es gibt kaum eine Alternative und bei meiner Variante würde ich zumindest das hässliche Außengerät (sieht aus wie eine Klimaanlage) sparen.
Wie gesagt, ein Angebot für eine solche Variante hatte ich schnell, und eigentlich war auch alles gut, nur dann riss der Kontakt irgendwie ab. Keine Ahnung was da los ist, aber auf Mails wird nicht reagiert, ans Telefon wird nicht gegangen und zurückgerufen wird man auch nicht... Ich weiß nicht wie andere das sehen, aber ich renne doch niemandem hinterher um ihm mein Geld zu überreichen. Es dreht sich immerhin um einen fünfstelligen Betrag.

Leider bringt mich das ein wenig in Zeitnot, denn wenn ich eine solche innenliegende Variante möchte, dann muss das in den Plänen des Kellerbauers festgezurrt werden, was zum Grünewiesengespräch geschehen soll. Ohne das der Heizungsbauer hier genaue Angaben macht passiert da gar nichts, was es dringend zu vermeiden gilt.

Ich habe also noch einen weiteren Heizungsbauer kontaktiert und warte noch auf Rückmeldung. Auch die oben genannte Variante mit der Direktverdampfung kommt damit wieder ins Spiel, eine entsprechende Anfrage ist raus, auch hier warte ich noch auf Antwort.

Es bleibt wie immer spannend...

Dienstag, 11. Oktober 2016

Wieder einen kleinen Sieg errungen

Das Thema Lüftungsanlage war ja auch noch offen...

Man erinnere sich, Danwood hatte sich erdreistet meine Wünsche nicht umsetzen zu wollen, was ich nicht auf mir sitzen lassen wollte.

Es hat tatsächlich nur zwei weitere Iterationen gebraucht, bis die Verlegung der Lüftungsrohre im Technikraum endlich so aussah wie ich es mir vorstelle. Geht doch, warum nicht gleich so, man könnte sich viel Ärger sparen, indem man einfach mal miteinander spricht. Aber nein... Dann eben die harte Tour, mein Geld geht dabei nicht drauf (ausnahmsweise).
Unten im Bild kann man nun sehen wir die Lüftungsrohre verlaufen werden.

Verlegeplan der Lüftungsrohre im Technikraum
Genau so, oder sehr ähnlich hatte ich mir das vorgestellt. Passt also... Nächster Punkt!

Montag, 10. Oktober 2016

Versicherungen...

Ja ja, das Thema Versicherungen. Früher oder später muss sich jeder Bauherr damit auseinandersetzen, weil verschiedene Versicherungen quasi "Pflicht sind".

Diese Pflicht enthält zumeist drei Versicherungen:

- Bauherrenhaftpflicht,
- Bauleistungsversicherung
- Feuerrohbau

Ich bin je generell eher skeptisch was Versicherungen angeht, weswegen ich auch relativ wenige Versicherungen besitze. Klar, Krankenversicherung, KFZ Versicherung und eine private Haftpflicht habe ich, darüber hinaus aber nichts weiter, ohne das man ja angeblich gar nicht leben kann. Eine Versicherung abschließen bedeutet immer, ein Risiko zu sehen und zu versuchen sich gegen den Eintritt dieses Risikos abzusichern. Es handelt sich also letztlich um Wahrscheinlichkeitsrechnung, wie wahrscheinlich ist es, dass etwas passiert und wenn es passiert, was für Auswirkungen hat dies.
Viele Versicherungen sind meines Erachtens nach völlig Überflüssig und man sollte bei allem nachvollziehbaren Wunsch nach Absicherung eines nicht vergessen: Die Versicherung will Geld verdienen und ist nicht daran interessiert dem Kunden tatsächlich zu helfen. Die Versicherung wird einem kein Produkt anbieten, welches sich aus ihrer Sicht nicht rechnet. Wenn man sich die verschiedenen Versicherungen anschaut, erkennt man dies auch sehr schnell. Versicherungen mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit (Rechtsschutz, Krankenkasse) sind sehr teuer, die mit niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit sehr niedrig (private Haftpflicht). Und das obwohl die Summen, die am Ende im Raum stehen sich in ihrer Höhe deutlich unterscheiden können. Bei einem Nachbarschaftsstreit, der vor Gericht ausgefochten wird  geht es meistens um nicht so viel Geld. Bei einem Unfall mit Invalidität (wo die private Haftpflicht aufkommt) kann es da schon deutlich teuer werden, aber die Eintrittswahrscheinlichkeit ist eben deutlich geringer. Dies "fühlt" auch jeder selbst, denn ich wette fast jeder hat sich selbst oder kennt jemanden, der sich irgendwo mit einem Gericht beschäftigen musste. Ich glaube aber es findet sich keiner, wo jemand vorm Haus ausgerutscht wäre und der dann im Anschluss invalide gewesen wäre.
Man sollte ich also immer fragen: Ist das was ich da versichere tatsächlich schon einmal passiert? Wenn nicht, dann brauchts meistens die Versicherung auch nicht.
Dazu kommt am Ende auch noch die Tatsache, dass sich die Versicherung sich nicht gerade freut, wenn der Versicherungsfall tatsächlich eintritt und immer versuchen wird die Zahlung zu verweigern oder zumindest derart zu verzögern, dass sich der Geschädigte auch mit einer geringeren Vergleichssumme zufrieden gibt...

Wie auch immer, die oben genannten Versicherungen braucht man also, wobei ich wiederum nicht ganz begreife warum ICH da irgendwas versichern soll. Denn wenn sich jemand (kein Bauarbeiter) auf der Baustelle verletzt, dann hat er dort doch gar nichts zu suchen, ist ja MEIN Grundstück. Die Bauleistungsversicherung sichert Schäden des im Bau befindlichen Hauses und den Materialien ab. Wieso muss ich das machen, das ist doch Verantwortung des Hausbauunternehmens...

Aber es nützt ja nichts, ohne diese Versicherungen geht es in unserem Fall nicht weiter, da die entsprechenden Nachweise Teil der Bedingungen für einen Stelltermin sind.
Ursprünglich wollte ich ganz einfach auf unseren Finanzierer zurückgreifen, denn der machte einen sehr unkomplizierten Eindruck. Was Versicherungen angeht verhielt es sich allerdings ein wenig anders, das Angebot war recht undurchsichtig und mit Teilen versehen, die ich gar nicht wollte (extra Versicherung gegen Glasschäden z.B.).
Deswegen entschied ich mich für die VHV, die mit dem Paket "Pro BAU" ein recht einfaches Produkt am Start haben. Preislich nahmen sich die Bauherrenhaftpflicht und die Bauleistungsversicherung nicht viel, aber die Feuerrohbauversicherung (welche meist in Kombination mit einer Wohngebäudeversicherung angeboten wird) war deutlich preiswerter und das obwohl ich kaum Unterschiede im Leistungsumfang feststellen konnte.

Letztlich ist es aber glaube ich egal wo man abschließt, beschissen wird man immer...