Freitag, 2. Juni 2017

Danwood legt ein ganz schönes Tempo vor...

Auf den Tag genau heute ist es eine Woche her, seit unser Haus gestellt wurde. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen jede kleine Veränderung fotodokumentarisch festzuhalten, allerdings kann ich ja nicht rund um die Uhr vor Ort sein, ein bisschen arbeiten muss ich ja auch noch.
So kommt es, dass die Arbeiter schon Dinge erledigt haben, die wiederum andere Sachen verdecken bevor ich davon ein Foto machen konnte. Die Verlegung der Elektroleitungen ist da so ein Thema. Jetzt sind schon die Platten an der Decke und ich hätte schon gern in 10 Jahren auch noch gewusst wo genau die Leitungen verlaufen... Na ja, in meiner Erinnerung weiß ich es noch, so dass ich mir einfach eine grobe Skizze anfertige.


Was ist nach der Hausaufstellung alles passiert:


- Restliche Montagearbeiten, wie das Verschrauben des Hauses auf der Bodenplatte, erledigt
- Dach komplett gedeckt (nur noch der Anschluss an das Nachbarhaus fehlt)
- Dachfenster ist drin und abgedichtet
- Schornstein ist abgedichtet
- Regenrinnen angebracht
- Außendämmung komplettiert (zwischen Ober- und Untergeschoss fehlt selbige bei der Anlieferung)
- Feinarbeiten an der Außenfassade erledigt
- Elektrik komplett verlegt, incl. aller Dosen Schalter und Regler
- Decke im EG beplankt
- Dampfsperre überall angebracht


Warscheinlich sind noch weitere Arbeiten erledigt, die ich gar nicht mitbekommen habe. Wie ich finde ein sehr gutes Arbeitspensum. Bisher bin ich also sehr zufrieden, die Arbeiter sind zwar weiterhin ein wenig zurückhaltend, aber groß Freundschaft brauche ich ja mit ihnen auch nicht zu schließen. Laut Bauleiter sind sie aber sehr zufrieden, weil wir sie mit Getränken und ab und an auch etwas zu Essen versorgen. Passt also...


Zwischendurch habe ich mal eben überall Netzwerkkabel verlegt, das von mir gewollte CAT7 Kabel war bei Danwood abartig teuer. Die Verlegung innerhalb der offenen Decken bis in die, von uns bemusterten, Leerdosen war sehr schnell und einfach erledigt. Man muss eigentlich nur darauf achten, das empfindliche Kabel nicht zu knicken oder zu enge Radien zu verlegen. Eine Arbeit, die zumindest in diesem Bauzustand zu den leichteren Übungen gehört.


Des weiteren habe ich Kabel für Spots verlegt, was ich mir einfacher vorgestellt hatte. Na gut, EIGENTLICH ist das auch sehr einfach, man verlegt und fixiert einfach die Kabel in der offenen Decke und wenn dann die Platten dran sind muss man nur ein Loch bohren und die verlegten Kabel angeln...
Tja, ich habe leider den Bautrupp unterschätzt, denn gestern als ich die Kabel verlegen wollte waren die Deckenplatten schon dran... "Mist!!! Die müssen wieder runter..." war mein erster Gedanke, Gott sei Dank hatte der Nachbar eine gute Idee, man kann nähmlich wenn man die Löcher für die Spots gebohrt hat mit einem Zollstock innerhalb der hohlen Decke ein Zugdraht von Loch zu Loch schieben und so dann im Nachgang doch noch die Kabel für die Spots ziehen. Das ganze klingt natürlich einfacher als es ist, denn man muss ganz schön "friemeln" bis man das hinbekommt, die Decke ist ja leider nicht ganz leer...
Wer sich jetzt fragt, warum der Aufriss, hätte man doch gleich Danwood mitmachen lassen können, dem sei gesagt, dass mich ein "Loch" für einen Spot 22 Euro gekostet hätte. Bei 22 Spots summiert sich das auf einen 400 Euro Posten, den ich besser investieren konnte.


Hier nun noch ein paar Bilder zum Fortschritt:


Das Haus ist noch nicht festgeschraubt... Der Bauleiter meinte aber es fliegt trotzdem nicht weg...

Die Aussparung für den Schornstein hat nicht gepasst, die Danwood Mitarbeiten hatten am Stelltag kurzen Prozess gemacht und das Loch per Kettensäge angepasst.

Noch kann man durch die Ritzen nach draußen sehen

Befestigungselemente der Wände

Kabelsalat im Technikraum

Eine Behelfsplattform für die Leiter zum OG

Ratz Fatz liegen die ersten Kabel



Die Aussparung für das Dachfenster

Eine Seite fast fertig gedeckt, sogar die Randsteine sitzen schon

Deckenplatten in der Küche sind dran, leider zu früh für meinen Geschmack... Die Spotinstallation wird jetzt kniffeliger.

Kabelbaum in der Decke des Gästepades, die gelben Kabel sind die von mir verlegten Netzwerkkabel.

Duschwand mit Aussparung

Dampfsperre im OG

Kabel im Flur

Hausansicht

Dämmung zwischen den Geschossen... Der Verputzer kann kommen.

Dachrinne... Wenig spektakulär

Dachfenster komplett fertig eingebaut

Trittstufen für den Schronsteinfeger

Hauansicht aus unserem zukünftigen Garten
Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es, die Dächer passen nicht wirklich zusammen... Dafür aber einen extra Blogeintrag.

Sonntag, 28. Mai 2017

Stelltag... Oder: Auch nicht selber arbeiten kann anstrengend sein...

Nach einer gefühlten Ewigkeit mit allen Höhen und Tiefen, viel Ärger aber auch glücklichen Momenten war es nun auch endlich bei uns soweit...

Unser Haus wurde gestellt und es sieht großartig aus!

Um halb 10 Abends wurde das letzte Teil (der Schornstein) gesetzt
Jeder der dieses tolle Ereignis bereits erleben durfte, der weiß, dass es an diesem Tag früh aufstehen heißt. Um 6:45 war ich auf der Baustelle und Danwood sowie der Kran waren bereits anwesend. Die Begrüßung viel etwas kühl und schnell aus, die Männer wollten los legen.
Zu erst stellte ich die Schilder für die Strassensperrung auf und wurde von den Danwood Mitarbeitern direkt gebeten die Schilder wieder zur Seite zu stellen, denn der LKW mit den Hausteilen käme gleich. Die Schilder, in deren Besorgung bzw. Genehmigung ich einiges an Energie gesteckt hatte, standen damit ganze 5 Sekunden auf dem für sie bestimmten Platz. Den Rest des Tages verbrachten sie einfach am Strassenrand... Ich hätte mich zu Tode geärgert, wenn mich das mehr Geld gekostet hätte.

Da sind sie
Die Danwood Mitarbeiter begannen bereits die Kellerdecke erneut zu vermessen und mittels Schlagschnur die Position der Wände aufzuzeichnen. Anschließend wurden kleine Plastikklötzchen an verschiedene Stellen verteilt mit denen die Wände in der Höhe ausgerichtet wurden. Während dies geschah fuhr der erste LKW vor und wurde zum Entladen vorbereitet.
Unser Haus verpackt und verschnürt
Unser Name auf allen Teilen... Komisches Gefühl
Millimetergenaue Ausrichtung
Und schon war es soweit... Die erste Wand schwebte ein... Noch nicht ganz, vorher musste ich noch Getränke für die Bauarbeiter bereitstellen, Wasser besorgen (unserem Wasseranschluß im Haus fehlte es an einem Hahn), die Kellerdecke grob fegen und weitere Kleinigkeiten. Ich hatte fast Angst den großen Moment zu verpassen...
Aber:
Da...
...schwebt...
...sie ein...
... die erste Wand.

Ab jetzt ging es Schlag auf Schlag, zumindest bis das erste Stockwerk stand, denn dann passierte erst einmal nicht viel, zumindest rein optisch, denn natürlich schufteten die Arbeiter weiter und widmeten sich verschiedenen Detailarbeiten  und dem genauen Ausrichten der gesetzten Teile.
Stück für Stück, Wand für Wand wächst der Traum

Ratz fatz stand das Erdgeschoss und die Deckenelemente wurden aufgelegt

Unser Kniestock mal eben auf der Strasse zwischengelagert
Man merkte aber auch, dass nicht alles 100% rund lief, die Arbeiten wurden öfter von Diskussionen und erneutem Vermessen unterbrochen. Als ich den Bauleiter darauf ansprach wurde mir berichtet, dass anscheinend im Werk nicht alles korrekt ausgeführt wurde und man so auf der Baustelle sehr viel nacharbeiten musste, was natürlich Zeit kostet.
Ich habe momentan aber noch so viel Vertrauen in die Arbeiter, dass trotzdem alles sauber und ordentlich ausgeführt wird.

Die ersten Teile des Obergeschosses
Zwischendrin mussten die Ziegel vom Nachbarn runter, die schon dem Kellerbauer Sorgen bereitet hatten

Kniestock mit den von uns vergrößerten Fenstern

Innenwände schweben ein...

...und werden festgeschraubt.

Blick vom Dachgeschoss in den Keller... Ganz schön hoch.

Innenwandwirrwar

Die ersten Schritte im eigenen Haus noch während der Aufstellarbeiten

Zukünftiges Wohnzimmer

Giebel

Einer von zwei massiven Dachbalken

Deckenelemente vom Obergeschoss

Das erste Dachelement, am Sonnenstand erkennt man die späte Uhrzeit
Die Arbeiten verzögerten sich immer mehr und es wurde immer später. Die Arbeiter wollten aber heute unbedingt noch fertig werden, zumindest soweit dass alle drei LKW entladen und deren Inhalt verbaut waren. Und so ging es weiter und weiter...
Dachelement...

... für Dachelement...

...wurde das Haus...

... endgültig verschlossen

Der Kamin als letztes Teil eines riesigen 3D Puzzels
Um kurz nach 10 Uhr abends war alles vorbei, die LKWs waren weg, der Kran faltete sich zusammen und die Danwood Jungs verabschiedeten sich in den "Feierabend".
Ich selbst war ziemlich am Ende, den ganzen Tag auf den Beinen und das bei dem Wetter. Ich kann mir kaum vorstellen wie das für die Arbeiter war. Eins ist Fakt, das Haus steht und zwar innerhalb eines Tages. Ein hartes Stück Arbeit, aber wir sind überglücklich.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Kurz vor der Angst geht's noch mal rund...

Wie bereits berichtet hatte man unseren Keller ja bereits im März angefüllt, nur leider waren damit nicht alle Restarbeiten ausgeführt. Warum man das nicht gleich gemacht wurde ist mir ein Rätsel...

Wie auch immer, es fehlten noch die Regenleitungen, die Abwasserleitungen und die Hausanschlüsse. Als ich nach unserer Rückkehr direkt mit dem Tiefbauer sprach war seine Aussage etwa derart:
"Ach so ja, stimmt, das fehlt alles noch... Wann haben Sie den Stelltermin? Ach Ende Mai... Na da heben wir ja noch viel Zeit... Das machen wir schon noch."

Ich wartete Also geduldig bis Anfang April um noch einmal nach zu haken wann denn nun alles Erledigt würde. Antwort:
"Das machen wir im Laufe des April."
Selbstverständlich wies ich  umgehend darauf hin, dass man das nicht auf die lange Bank schieben sollte, nicht das es am Ende zu knapp wird.

Wieder wartete ich... Dieses Mal bis Anfang Mai. Die Antwort des Tiefbauers als ich mich nach dem Stand erkundigte:
"Ihre Baustelle steht ganz oben auf der Prioritätenliste und wird bis spätestens 12. Mai fertig!"

So weit so gut, 12. Mai wäre zwar deutlich später als ich gedacht hätte, aber immernoch im grünen Bereich.

Als ich am 15 Mai, also 1,5 Wochen (wegen Feiertag) vor dem Stelltermin, erneut nachfragte wann denn nun endlich die Restarbeiten erledigt würden, schlug mir Ratlosigkeit entgegen. Er wisse es noch nicht, würde sich aber spätestens am Folgetag melden. Prima, ich machte ihn darauf aufmerksam, dass im so maximal noch 5 Arbeitstage bleiben würden bevor das Haus kommt und wenn das Haus ersteinmal steht sehr lange Zeit nichts gemacht werden kann, wegen dem Gerüst.
"Ja ja, das wird schon..."
Nicht am Folgetag, sondern am Folge-folge-Tag rief ICH nun wieder an... "Ach ja, da war ja noch was... Wir kommen am Montag."
Ich: "Ähm, bitte bedenken Sie, das typischerweise das Gerüst mindestens einen Tag vor dem Stelltermin gestellt wird... Es könnte also sein, dass das Gerüst bereits am Mittwoch kommt."
Tiefbauer: "Ach so, das wäre blöd... Geht ja gar nicht, bitte klären Sie mit dem Bauleiter, dass das Gerüst so spät wie möglich kommt."
Ich: "ICH KLÄRE DA GAR NICHTS, SEIT ZWEI MONATEN BITTE ICH SIE DARUM DIE RESTARBEITEN ZU ERLEDIGEN! WARUM WOHL? WEIL ICH GENAU WUSSTE WAS PASSIERT WENN MAN DAS AUF DIE LANGE BANK SCHIEBT!" (tief durchatmen)
Tiefbauer: "Ja, ich weiß ich weiß, viel zu tun... Schwierige Situation... Das bekommen wir schon hin."

Nun, lange Rede kurzer Sinn... Am Montag dieser Woche rückten tatsächlich die Tiefbauer an und begannen damit die "Restarbeiten" anzugehen. Zur Sicherheit erledigte man erst die Arbeiten um das Haus, damit man im Fall der Fälle für den Gerüstbauer fertig wäre... Eine gute Entscheidung!

Abwasser

Regenwasser von der Nordseite

Regenwasser von der Südseite. Warum man jetzt noch ein zweites Mal aufgräbt weiß nur der Tiefbauer...
Blick von oben
Und als hätte ich es nicht gewusst... Wer rückte da viel zu früh an? Richtig... Auftritt Gerüstbauer!


Na wer kommt denn da?
Nachdem ums Haus alles soweit fertig war begann man mit den Anschlüssen aller Rohre und Leitungen. Eine eigentlich schon fertige Fläche wird wieder in eine Mondlandschaft verwandelt.


Gerüst soweit fertig
Anschlüsse des Ab- und Regenwassers an den Kanal.
Wie versprochen tauchten sogar noch die Stadtwerke auf um Strom und Wasser über Leerrohre und die Mehrsparte ins Haus zu legen... Eine Sorge weniger!
Stromanschluss findet bei 25° unter einem Schirm, Helm und in einer dicken Jacke statt. Bestimmt irgend eine Vorschrift...
Strom im Haus!
Die Mehrsparte... Das Wasser braucht noch nen Hahn... Kleinigkeit...


Ganz nebenbei bestellte ich noch eine Baustellentoilette und einen Bauschuttcontainer, was angesichts der restlichen organisatorischen Probleme schon beinahe ein Klacks und innerhalb zweier Telefonate erledigt war.

Nach drei harten Tagen, an den auf der Baustelle mehr passierte und mehr Leute am arbeiten waren als die letzten fünf Monate ist jetzt aber alles bereit für das Haus. Am Freitag ist es soweit!!! Wir können es kaum erwarten...

Dienstag, 16. Mai 2017

Verlegen der Wasserinstallation (Kellerausbau #3)

Ein heikles Thema, eigentlich darf man an den Trinkewasserleitungen nichts selber machen, bzw. man darf schon verstöst damit zwar nicht gegen das Gesetz aber in den meisten Fällen gegen die Nutzungsrichtlinien des Wasserversorgers.
Im Zweifelsfall könnte man mir den Vertrag kündigen, mir also das Wasser abstellen.


Das Ganze hat den Hintergrund, dass man jegliche Störung der Wasserversorgung so gut wie möglich auschließen will. Nachvollziehbar...


Ich sehe das allerdings weniger kritisch, zum einen was würde ein "Fachunternehmen" in einem Neubau anderes machen als zugelassene Rohre zu verlegen und zu verbinden... Warscheinlich nichts.
Und wenn tatsächlich etwas sein sollte kann ich den Wasserkreislauf im Keller vom Rest trennen. Ich hätte dann zwar kein Wasser im Keller, aber da findet sich sicherlich ein "Fachunternehmen" welches mir das wieder vorschriftsmäßig anschließt.


Wie auch immer, es beginnt wie immer mit der Planung und der entsprechenden Materialauswahl.
Drei Dinge müssen bei mir im Keller mit Wasser versorgt werden:
- Dusche (Warm/Kalt)
- Waschbecken (Warm/Kalt)
- Toilette (Kalt)


In den Planungen des Kellers hatte ich breits einen kleinen Durchbruch berücksichtigt, durch welchen ich die Rohre vom Technikraum zu den geplanten Abnahmestellen verlegen wollte. Im Nachhinein nicht unbedingt nötig, weil man die Leitungen auch durch die Tür hätte verlegen können. So erleichterte es mir aber die Verlegearbeit.


Als Material habe ich mich für Trinkwasserzugelassene Alu-Verbundrohre deutscher Herkunft entschieden. Die gibt es als "Rollen" recht günstig im Netz. Den Durchmesser zu wählen, den die Rohre haben müssen, ist nicht ganz so einfach. Googelt man danach findet man nur halbseitene Antworten und anschließend eine wilde Disskussion ob und wie man das jetzt darf und dass man das ja alles erst berechnen muss. Ich verwendete 16mm Rohre, weil der grobe Meinungsquerschnitt dies für ein Waschbecken und eine Toilette sowieso ausreichend wäre. Bei der Dusche könnte es sein, dass es ein wenig knapp wird, aber für eine normale (nicht Regenschauer-) Dusche sollte das auch reichen.
Dieses Rohr habe ich verwendet




Alle Verbindungen habe ich als Schraubverbindungen ausgeführt. Der Grund ist einfach, das Verschrauben kann man ohne Spezialwerkzeug selber erledigen. Alle anderen Systeme (Quetschverbindunegn) benötigen eine teure Zange oder sonstiges, welche ich anschließend nie wieder brauche.
Beispiel für die von mir verwendeten Schraubverbindungen (Fittings)


Das Verlegen ist prinzipiell kein Hexenwerk, das (etwas störische) Rohr von der Rolle abwickeln, mit einer speziellen Scheere auf Maß schneiden, kallibrieren (kompliziertes Wort für "mach die Ränder gerade") mit dem Kalibrierer und anschließend zusammenschrauben.


Das einzige "Problem" was sich ergeben hat war die Dämmung...
Ja auch die Rohre müssen gedämmt werden. Kaltwasser ist dabei noch nicht einmal so das Problem, die bekommen diesen typischen roten Mantel und fertig. Warmwasser wird schon eher kompliziert, weil diese Leitungen laut ENEV (Erfüllung des KfW 55 Standards) zu 100% gedämmt werden müssen. Dabei ist es auch egal ob die Rohre bereits in einer Dämmung des Fussbodenaufbaus verlaufen. Die 100% Dämmung ist erstmal nicht einfach aufzutreiben (die meisten Baumarktmitarbeiter schauen einen sehr fragend an, wenn man nach 100% Dämmung fragt) und dann so dick, dass es schwierig wird sie in einen Standard Fussbodenaufbau zu integrieren.
Um es kurz zu machen ich habe Rohrdämmung gefunden die Passt und die Warmwasserleitungen komplett damit verkleidet. Das sollte also auch passen


Auf dem Boden verlegte Wasserleitungen

Vom Heizungsraum in Richtung Bad
Verlegt werden die Rohre einfach "lose" auf dem Boden bzw. mit irgend etwas halbwegs fixiert. Am Ende werden diese Rohre in Dämmung eingebettet und darüber kommt dann der Estrich, so dass die Rohre sich nicht mehr bewegen können wenn alles fertig ist.


Als letzten Schritt habe ich die Rohre mit Anschlussstücken für Wasserhähne verschraubt und in der Wand befestigt. Bei der Befestigung immer darauf achten: links warm, rechts kalt...


Beispiel für den Anschluss in der Wand (von hinten gesehen, hab es leider versäumt bessere Fotos zu machen)
Im Nachhinein keine sehr komplizierte Arbeit, welche ich aber stand heute vielleicht doch lieber von einem Fachmann erledigen lassen würde. Irgendwie bleibt immer ein schlechtes Gefühl: "Was ist, wenn doch irgend etwas nicht dicht/undicht ist/wird?". Dramatische Folgen hätte dies bei mir nicht, alle Verbindungen, die undicht sein oder werden könnten liegen in Bereichen, die weiterhin zugänglich sein werden, auch wenn dies bedeuten würde eine Gipskartonwand wieder öffnen zu müssen.

Der Danwood Ablaufplan... Man hat sich einiges vor genommen.

Uns ging vor kurzem der Ablaufplan zu, in dem Danwood uns mitteilt, wie man sich den Ablauf unseres Bauvorhabens vorstellt.

Übermäßig detailiert ist er zwar nicht, braucht er ja auch nicht, die wichtigsten Themen sind aber aufgelistet:
1) Wann wird welche Rechnung fällig.
2) Wann ist Hausübergabe geplant.

Für mich war noch wichtig zu sehen wann denn der Estrich kommt, weil ich ja im Keller den Estrich von der gleichen Firma mit machen lasse. Bis dahin muss also alles für den Estrich vorbereitet sein. Ist zwar noch einiges zu tun, aber ich bin optimistisch, dass ich das schaffen werde.

Wenn alles so läuft wie geplant, dann haben wir am 23.06.2017 Hausübergabe, also ziemlich genau vier Wochen nach Hausstellung...

Ich bin mal gespannt ob das eingehalten werden kann.

Ablaufplan für unser Bauvorhaben

Donnerstag, 11. Mai 2017

Kurzes Update

Der Stelltermin rückt immer näher, ziemlich genau zwei Wochen noch, und es gab und gibt immernoch einiges zu tun. Nichts mit zurücklehnen und warten...


Wie der geneigte Leser vielleicht bereits vermutet läuft bei uns natürlich nicht alles glatt.


Fangen wir mit dem an, was mir wiedermal das Haupt ein wenig mehr ergrauen ließ... Die Strassensperrung...
Man könnte sich jetzt fragen, was daran so schwer ist, zumal ich ja wusste, dass die Organisation Bauherrenleistung ist. Ja, da unterschreibt man leichtfertig einen Bauvertrag ohne die Tragweite der Details zu kennen. Am Anfang dachte ich mir das noch so einfach, am Ende ist wie immer alles sehr kompliziert. Für den Keller regelte sich das noch von selbst, weil Fehr&Fehr die Strassensperrung beantragt hatte. Als ich damit anfing selbige zu organisieren teilte mir die Stadt mit, dass man als Privatmann keine Strassensperrung beantragen darf...
Na super, das ist ja mal gut zu wissen, hätte einem ja bei Vertragsabschluss mal jemand drauf hinweisen können. Na gut, bis dahin dachte ich mir noch nichts Böses, weil ich brauche ja nur eine Firma, die mir diesen blöden Antrag unterschreibt, alles andere würde ich ja wieder organisieren. Tja, der Erdbauer macht das nicht, zu viel Verantwortung. Danwood sowieso nicht, weil... Keine Ahnung... Fehr&Fehr wollte auch nicht noch einmal einspringen, dass machen sie prinzipiell nicht. Die Kranfirma, die das Haus stellt, ja die machen das... -Puh, noch mal Glück gehabt.-  ABER... Gedächtnisprotokoll des Gespräches:


Ich: "Hallo mein Name ist Wamser, die Firma Danwood meinte Sie stellen mein Haus, ich hätte da eine Frage."
Kranfirma: "Äh welches Bauvorhaben?"
Ich: "Bauvorhaben Wamser"
Kranfirma: "Hm, dazu finde ich nichts, was ist denn Ihr Anliegen?"
Ich: "Es geht um die Strassensperrung, ich als Privatmann darf das nicht und Danwood meinte Sie würden mich diesbezüglich unterstützen."
Kranfirma: "Ja, das machen wir, aber wenn wir den Auftrag nicht haben, dann natürlich nicht, bitte erst noch einmal bei Danwood nachfragen wer denn nun tatsächlich ihr Haus stellt."


Bei Danwood nachgefragt: "Ja, das stimmt, die haben noch keinen Auftrag, den bekommt die Firma aber in der nächsten Woche."
Anschließend neuer Anlauf bei der Kranfirma:


Ich: "Hallo mein Name ist Wamser, die Firma Danwood meinte Sie stellen mein Haus, ich hätte da eine Frage."
Kranfirma: "Äh welches Bauvorhaben?"
Ich: "Bauvorhaben Wamser"
Kranfirma: "Hm, dazu finde ich nichts, was ist denn Ihr Anliegen?"
Ich: "Sie können auch noch nichts finden, weil Danwood den Auftrag erst nächste Woche an sie vergibt. Es geht um die Strassensperrung, bei der Sie mich unterstützen müssten."
Kranfirma: "Ach stimmt, sie hatten letzte Woche schon einmal angerufen, na wenn Danwood sagt wir bekommen den Auftrag, dann glauben wir das jetzt erst einmal. Gern organisieren wir natürlich die Strassensperrung für Sie."
Ich (ein wenig zögerlich): "Ah OK, das ist ja toll, -ähhhh- sie machen das doch aber bestimmt nicht kostenlos oder?"
Kranfirma: "Neeeiiiiiinnnnnn... Natürlich nicht! Wir verlangen eine Kostenpauschale von 400 Euro. Dazu kommen noch die Gebühren und wir beauftragen eine externe Firma, die die Schilder aufstellt und auch wieder einsammelt. Je nach Aufwand variiert das ein wenig, aber mit Kosten zwischen 500 und 1000 Euro müssen Sie schon rechnen."
Ich (ein wenig geplättet ob der Dreistigkeit seine Kunden derart abzuzocken): "Ähm, so richtig preiswert ist das ja nicht für das Ausfüllen eines Formulars und das Aufstellen zweier Schilder..."
Kranfirma: "Ja, da haben Sie recht." (zumindest geben Sie es zu) "Aber bedenken Sie auch die Verantwortung..."
Ich: "Na gut, da muss ich dann noch einmal drüber nachdenken. Vielen Dank." (Für nichts...)


-Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.- J.W. v. Goethe


Etwas verzweifelt rief ich also noch einmal bei der Stadt an und klagte denen mein Leid. Im Gegensatz zu meinen Erwartungen hörte man am anderen Ende anscheinend meine Verzweiflung heraus und nun bekomme ich ganz ausnahmsweise eine Sondergenehmigung auch auf mich als Privatperson ausgestellt. ALLERDINGS mit dem deutlichen Hinweis, dass ich mir im Klaren sein müsste, dass wenn was passiert ich, und ganz allein ich, in der Verantwortung stehe...
Auf der einen Seite bin ich jetzt froh darüber endlich eine Lösung zu haben (hat ja nur 2 Monate gedauert), auf der anderen Seite hat das natürlich einen faden Beigeschmack... Es heißt jetzt Daumen drücken, dass tatsächlich nichts passiert.


Dann hatte uns ja unser Bauleiter eröffnet, dass die Dächer so wohl nicht zusammen passen und wir einen Blechner bräuchten, der die Dächer anschließt. Ich habe dies nun über Danwood (vorerst auf unsere Kosten) beauftragt. Hier kostet es mich wahrscheinlich am wenigsten (wenn darauf sitzen bleibe) und so schnell hätte ich keinen anderen Handwerker ran bekommen.
Die Frage warum eine bezahlte Zusatzleistung trotz unterschriebener Hausspezifikation noch möglich ist und meine kostenlosen farbigen Akzente nicht lasse ich jetzt einfach mal so im Raum stehen...


Bauschuttcontainer ist auch organisiert, bzw. kann bis zu drei Stunden vorher bestellt werden, passt also auch.


Eine Baustellentoilette muss ich noch bestellen, dass sollte aber auch kurzfristig kein Problem sein.


Ich sehe mich momentan also tatsächlich in der Lage das Haus in Empfang zu nehmen, alle blocking points sind ausgeräumt... Die Vorfreude steigt!